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Krankengymnastik- & Massagepraxis
Manuela Obst
Tel.: (02204) 5 54 34
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Manuela Obst


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Gesundheitsnews





Immer mehr unter 60-Jährige erhalten künstliche Kniegelenke
Immer mehr Menschen wird bei Kniearthrose ein künstliches Kniegelenk eingesetzt. Zunehmend erhalten auch unter 60-Jährige Knieprothesen. Zwischen 2013 und 2016 sind die Operationszahlen in dieser Altersgruppe um 23 Prozent gestiegen. Das Problem: Je jünger die Patienten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Prothese später ausgewechselt werden muss. Wird vorschnell operiert?

Seit 2013 werden in Deutschland wieder mehr künstliche Kniegelenke eingesetzt. Zwischen 2013 und 2016 ist die Zahl der Eingriffe von 143.000 auf 169.000 gestiegen. Dieser Anstieg um 18 Prozent folgt auf Jahre stabiler und zuletzt rückläufiger Knieprothesen-Eingriffe. Erklärbar ist dieser Trend weder durch medizinische, noch durch demographische oder geografische Einflussfaktoren. Bei den unter 60-Jährigen stiegen die Operationszahlen von 27.000 auf 33.000 sogar um 23 Prozent. "Dass immer mehr jüngere Patienten Knieprothesen bekommen, lässt fragen, ob die Operationen wirklich medizinisch notwendig indiziert sind. Dies ist besorgniserregend", sagt Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.
Neuer Kooperationspartner mit wissenschaftsjournalistischer Expertise

Die steigenden Operationszahlen hat das Science Media Center (SMC) in Köln ermittelt. Zusammen mit dem neuen Kooperationspartner SMC setzt sich die Bertelsmann Stiftung auch nach dem Projektende des Faktencheck Gesundheit dafür ein, Zusammenhänge über medizinische Über- und Unterversorgung in Deutschland transparent zu machen. "Wir freuen uns, das Science Media Center als kompetenten Partner gefunden zu haben. Seine wissenschafts-journalistische Arbeit macht es möglich, weiterhin auf über- und unterversorgte Regionen in Deutschland hinzuweisen", sagt Mohn.
Jüngere müssen häufiger erneut operiert werden

Die deutliche Zunahme von Knieprothesen-Operationen bei Jüngeren ist aufgrund des hohen Risikos einer Wechseloperation besonders problematisch. Studien zeigen: Je jünger die Patienten bei der Erst-Operation sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Prothesen im Laufe des Lebens ausgetauscht werden müssen. Bei Patienten, die bereits zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr eine Knieprothese erhalten, liegt das Risiko zwischen 15 und 35 Prozent. Bei den über 70-Jährigen liegt es lediglich zwischen vier und acht Prozent. Wechseloperationen sind nicht nur belastend für die Patienten, sondern führen auch häufiger zu Komplikationen und zu schlechteren Ergebnissen als die Erst-Operation.
Im Bundeslandvergleich: Bayern und Thüringen mit den höchsten OP-Zahlen

In der aktuellen Analyse zeigen sich gravierende regionale Unterschiede beim erstmaligen Einsatz eines künstlichen Kniegelenks. In Bayern (260 Eingriffe je 100.000 Einwohner) und Thüringen (243) wurde 2016 am meisten operiert. Deutlich weniger Patienten wurden in Berlin (153) und in Mecklenburg-Vorpommern (164) mit einem künstlichen Kniegelenk versorgt. Bei den unter 60-jährigen Patienten ergeben sich ähnliche regionale Muster.
Finanzielle Anreize beeinflussen die Entscheidung zur Knieoperation

Im Rahmen seiner Recherchen hat das Science Media Center neben den Datenanalysen zahlreiche Interviews mit Fachärzten für Orthopädie, Krankenkassen- und Klinikvertretern, Gesundheitsökonomen und Klinik-Controllern geführt. Dabei kristallisierten sich mehrere Erklärungsansätze für den Anstieg der Knieoperationen und die regionalen Unterschiede heraus: So spielen finanzielle Anreize eine große Rolle. Durch mehrfache Erhöhungen einer zentralen Fallpauschale ab 2013 sind Knieprothesen-Operationen für die Kliniken lukrativer geworden. Außerdem fragen offenbar mehr Patienten nach künstlichen Kniegelenken. Niedergelassenen Ärzten scheint darüber hinaus nicht genügend Budget für konservative Therapieansätze wie Physiotherapie zur Verfügung zu stehen.
Empfehlungen: bessere Diagnose und Aufklärung, höhere Mindestmengen

Knieprothesen können segensreich für viele Patienten sein, bereiten jedoch oft auch Probleme. Daher sollten Ärzte und Patienten Nutzen und Risiken eines künstlichen Kniegelenks gut abwägen. Wenn Patienten sorgfältig informiert werden, entscheiden sie sich seltener für eine Operation. Auch konservative Therapien können bei Kniearthrose die Beschwerden lindern. Ist eine Operation unumgänglich, sollten Patienten spezialisierte Kliniken mit hohen Fallzahlen auswählen.
Mit folgenden Maßnahmen könnten unnötige Operationen vermieden werden:

•    Ärzte müssen verständlich über Nutzen und Risiken beim Einsatz von künstlichen Kniegelenken aufklären, insbesondere bei jüngeren Patienten
•    Patienten sollten nach Behandlungsalternativen fragen und sie mit ihrem Arzt besprechen
•    Niedergelassene Ärzte sollten für konservative Behandlungen wie beispielsweise Physio- und Ergotherapie ein höheres Budget erhalten
•    Für Krankenhäuser sollten höhere Mindestmengen für Knieprothesen-Implantationen eingeführt werden, und die Einhaltung der Vorgaben sollte überprüft werden
•    Krankenhäuser sollten sich auf bestimmte Fachgebiete spezialisieren
Zusatzinformationen

Der "Faktencheck Gesundheit", der seit 2011 über medizinische Unter- und Überversorgung informiert, wurde als Projekt der Bertelsmann Stiftung beendet. Um die wichtige Aufklärungsarbeit in diesem Feld dennoch weiter zu unterstützen, kooperiert die Bertelsmann Stiftung mit dem wissenschaftsjournalistischen Science Media Center (SMC) in Köln. Dieses nutzt für seine vertiefenden Analysen zur Versorgung in Deutschland den "Operation Explorer". Mit diesem webbasierten Recherche-Tool können Daten des Statistischen Bundesamtes altersstandardisiert ausgewertet werden. Die Daten des "Operation Explorer" beruhen auf dem Wohnort des Patienten – nicht auf dem Standort der Klinik, die den Eingriff durchgeführt hat. Das SMC unterstützt Regionaljournalisten bei der Nutzung des "Operation Explorer"und bei Vor-Ort-Recherchen.

19.07.2018 DGA | Quelle: Bertelsmann Stiftung

Heilmittelverbände positionieren sich einheitlich zur Mitarbeit im Gemeinsamen Bundesausschuss
Gemeinsame Pressemitteilung von dbl, IFK, Physio Deutschland, Podo Deutschland, DVE, VPT, dba, dba, Logo Deutschland

Vertreter von Atem-, Sprach-, Sprech- und Stimmlehren sowie Ergotherapeuten, Logopäden, Masseuren und medizinischen Bademeistern, Physiotherapeuten, Podologen sind sich einig: Zur Optimierung der therapeutischen Patientenversorgung in Deutschland muss die Expertise der therapeutischen Gesundheitsberufe stärker als bislang politisch verankert sein – und zwar auch über das bestehende Anhörungsrecht im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hinaus.

Köln, 6. Juli 2018: Am 4. Juli 2018 haben sich erstmals Vertreter von  neun Berufsverbänden der Heilmittelbranche in Berlin getroffen. Große Einigkeit herrschte darüber, welche politischen Schritte zur Sicherung der therapeutischen Patientenversorgung in Deutschland erforderlich sind. Denn: Das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) vom 11. April 2017 war ein wichtiger erster Schritt, aber weitere müssen folgen, um dem Fachkräftemangel in den Therapieberufen entgegenzuwirken. In kontinuierlichen Gesprächen mit Politikern und Entscheidern in der Gesundheitspolitik sowie in verbandsübergreifenden Aktionen geht es um bessere Vergütung, kostenfreie Ausbildungen und Novellierung der Berufsgesetze sowie um größere therapeutische Entscheidungsfreiheit bis hin zum Direktzugang.

Die anwesenden Verbände dba, dbl, dbs, DVE, IFK, LOGO Deutschland, PHYSIO-DEUTSCHLAND, VPT und ZFD gehen aber noch einen Schritt weiter und fordern von der Politik eine Zusammenarbeit im G-BA auf Augenhöhe. Diese Forderung knüpft an eine öffentliche Äußerung von Prof. Josef Hecken, dem Unabhängigen Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), an, der sich vorstellen kann, "die wachsende Bedeutung der Heilmittelerbringer in irgendeiner Form im G-BA abzubilden".

Fest steht: Mit dem demografischen Wandel steigt der Bedarf an Heilmitteltherapie weiter. Das erfordert eine sachgemäße und bestmögliche Anpassung der Patientenversorgung an die jeweiligen Anforderungen. Dafür bedarf es einer „bedarfsgerechten Steuerung der Gesundheitsversorgung“ - wie aktuell auch der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklungen im Gesundheitswesen in seinem neuen Gutachten feststellt. Im Fokus steht das Patientenwohl. Eine stärker politisch verankerte Einbeziehung der Therapeuten in die Entscheidungsfindung kann hier nur von Vorteil sein.

Heilmittelverbände setzen ihre Zusammenarbeit fort
 
Im Herbst 2018 wird es das zweite verbandsübergreifende Treffen geben.

Darüber hinaus findet am 27. September 2018 der 1. Therapiegipfel des SHV mit den politischen Entscheidern in Berlin statt, zu dem alle, auch die nicht in der SHV-organisierten, Heilmittelverbände geladen sind.  

Neue telemedizinische Bewegungstherapie
Reha im eigenen Wohnzimmer: Hüft- und Kniegelenk-Patienten könnten schon bald von einer neuen telemedizinischen Bewegungstherapie profitieren.

Wer ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk bekommt, muss danach länger in die Reha. Doch die Angebote sind knapp, die Termine für Berufstätige oft aus Zeitnot nicht einzuhalten. Die Folge: Die Therapie verzögert sich, es entstehen zusätzliche Kosten, mögliche gesundheitliche Einschränkungen drohen. Im Projekt ReMove-It hat Fraunhofer zusammen mit Partnern eine telemedizinisch gestützte Bewegungstherapie entwickelt, die Patienten erlaubt, die Reha flexibler zu organisieren. Ihre Wirksamkeit wurde bereits in einer repräsentativen Studie nachgewiesen, bis 2019 soll sie als Medizinprodukt zugelassen werden.

Künstliche Hüft- und Kniegelenke sind in Deutschland der häufigste Grund für Rehamaßnahmen. Um sich schnell wieder normal bewegen zu können, müssen die Patienten an einer ausgedehnten stationären Rehabilitation teilnehmen. Das Problem: In strukturschwachen Regionen stehen oft nicht ausreichend Angebote zur Verfügung. Gleichzeitig werden gebuchte Gesundheitsprogramme nicht wahrgenommen, weil die Termine mit den Arbeitszeiten kollidieren oder die Anfahrtswege zu lang sind. »Eine Herausforderung insbesondere für Berufstätige in ländlichen Regionen. Internetbasierte telemedizinische Angebote können hier eine sinnvolle Ergänzung sein«, sagt Dr. Michael John vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS.

Medizinprodukt bis 2019

Im Projekt »ReMove-It« haben die Berliner Forscher zusammen mit Reha-Kliniken, Sportmedizinern und Rehabilitations-Wissenschaftlern eine telemedizinisch gestützte Bewegungstherapie nach Hüft- oder Kniegelenkersatz entwickelt. Sie basiert auf dem System MeineReha® des Fraunhofer FOKUS. Die Partner haben in einer repräsentativen Studie ihre Wirksamkeit nachgewiesen und wollen es ab 2019 als Medizinprodukt für stationäre und ambulante Reha-Einrichtungen anbieten.

Kern der telemedizinisch gestützten Bewegungstherapie sind Videos, auf denen der Therapeut die verschriebenen Übungen ausführt und der Patient diese vor dem Bildschirm nachahmt. Die Videos sind vom jeweiligen Therapeuten selbst eingespielt und auf jeden Patienten individuell zugeschnitten. Es sind stehende, sitzende und liegende Übungen möglich. Noch während der Bewegungsausführung erhält der Patient Korrekturhinweise, falls sie nicht den medizinischen Vorgaben entspricht. Nachdem er die Übung absolviert hat, erhält der Patient eine Rückmeldung zur ausgeführten Qualität in Form von Rot- und Grün-Markierungen, die den einzelnen Körperbereichen Oberkörper, Arme und Beine zugeordnet sind. Im Anschluss an die Therapiesitzung bekommt das medizinische Personal in der Klinik die während des Übungsablaufs dokumentierten Bewegungsdaten via Internet zugesendet. Der betreuende Arzt und Therapeut haben dadurch einen Überblick über Leistungsstand und -entwicklung des Patienten, können den Therapieplan optimal an dessen Therapiefortschritt anpassen. Mithilfe von Text-, Audio- und Videonachrichten bleiben behandelnder Arzt, Therapeut sowie Patient kontinuierlich miteinander in Kontakt. Patienten müssen dafür eine kleine 3D-Kamera mit Internetzugang und die entsprechende Software erwerben sowie über einen handelsüblichen TV-Bildschirm verfügen. Vorab werden sie durch Therapeuten in die Benutzung des Systems eingeführt.

Die Patienten profitieren von einer orts- und zeitungebundenen Einzeltherapie. Die Genauigkeit des Systems ist so hoch, dass Bewegungsausführung und Trainingserfolg in Echtzeit gemessen werden können. Dafür sorgt ein von den Berliner Forscherinnen und Forschern programmierter Algorithmus. Er gleicht die von einer 3D-Kamera aufgenommen Bewegungsmuster der Patienten kontinuierlich mit zuvor gemeinsam mit den Therapeuten und Patienten definierten optimalen Parametern ab, zum Beispiel dem Winkel oder der Position der Gelenke sowie Skelettdaten.

Die digitale Bewegungstherapie erfüllt höchste IT-Sicherheitsstandards. Die Übungsergebnisse finden in pseudonymisierter, verschlüsselter Form via Internet ihren Weg zu den Therapeuten. »Diese können ihre Therapiepläne flexibler organisieren. Beispielsweise sind für sie nun auch Homeoffice-Modelle denkbar«, sagt John.

Auch Herz- und Parkinson-Patienten therapieren

Nach dem Wirksamkeitsnachweis wollen die Partner das System jetzt für die Zulassung fit machen. Dazu gehört auch ein Wirtschaftlichkeitskonzept, das die Kostenvorgaben von Rentenversicherungen, Krankenkassen, Ärzten und Reha-Fachleuten berücksichtigt und sich an Preismodellen für konventionelle stationäre und ambulante Versorgungsangebote orientiert. »Bis 2019 planen wir ein Medizinprodukt anzubieten, dass zwischen 29 und 49 Euro im Monat kostet. Gleichzeitig prüfen wir dessen Einsatz für andere Volkskrankheiten, die mit Bewegungstherapie behandelt werden können: zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Parkinson«, sagt John.

12.07.2018 DGA | Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft (idw)